Skitourenschuhe – Eigenschaften und Features

Skitourenschuhe

Eigenschaften und Features

Die wesentlichen Merkmale eines Skischuhs gelten auch für Tourenskischuhe. Dazu gehören die steife Außenschale, Verschlußsysteme, ein anpassbarer Thermo-Innenschuh und die „eingebaute“ Vorlage im Abfahrtsmodus

Einen entscheidenden Unterschied macht der Gehmechanismus, damit man überhaupt aufsteigen kann. Ist er aktiviert, lässt sich der Schaft nach vorne und hinten bewegen und ermöglicht so die Gehbewegung. Oben angekommen, wird der Mechanismus verriegelt und der Schaft ist für die Abfahrt fixiert. Tourenskistiefel sind leichter als Alpinschuhe, damit man weniger Gewicht nach oben schleppen muss. Und: Je leichter der Schuh, desto geschmeidiger gibt er sich im Aufstieg (wie beispielsweise beim Dalbello Quantum). Wer aufsteigen, vor allem aber dynamisch abfahren will, braucht „stabilere“, etwas schwerere Schuhe mit hoher Kraftübertragung wie z.B. die Lupo-Serie von Dalbello. Sie sind die „eierlegende Wollmilchsau“ für einen extrem breiten Einsatzbereich und können dank vormontierter GripWalk-Sohle sogar mit Alpinski (mit einer GripWalk Bindung) gefahren werden.

Ist der Gehmodus aktiviert, lässt sich der Schaft nach vorne und hinten bewegen und ermöglicht so die Gehbewegung

Tourenskischuhe besitzen eine robuste Gummisohle mit Profil, ähnlich einem Bergschuh, und werden anders als der Alpinschuh nach einer anderen Norm zertifiziert (dies gibt u.a. auch andere Dimensionen der Sohle vor). Deshalb ist es normalerweise nicht möglich, mit einem Tourenschuh eine Pistenbindung zu nutzen. Neben Alpinskischuhen (ISO 5355) und Tourenskischuhen (ISO 9523) gibt es „Hybridmodelle“, die Überschneidungen haben. Dazu gehören z.B. GripWalk-Schuhe. Außerdem können viele Skibindungen am Vorderbacken eingestellt werden, um sowohl Touren-, Alpin- als auch GripWalk-Schuhe aufzunehmen (z.B. Dank Sole.ID). Gummisohlen eignen sich deshalb besser, weil sie auf schneefreiem Untergrund etwas dämpfen, besseren Halt bieten und zudem über die Schuhspitze deutlich besser abrollen. Die meisten Tourenskischuhe verfügen inzwischen über sogenannte Pin-Inserts an der Schuhspitze, die als Aufnahmepunkte für den Vorderbacken von sogenannten Pinbindungen dienen. Viele Pinbindungen benötigen darüber hinaus auch an der Ferse spezielle Inserts.


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